Pädagogische Begleitung

In der pädagogischen Begleitung von Freiwilligendienstleistenden mit Fluchterfahrung oder Migrationsgeschichte wird in erster Linie eine intensivere und individuellere Betreuung und Begleitung der Freiwilligen zugrunde gelegt. Durch das Tätigkeitsfeld im Bereich der Integrationsarbeit und der Unterstützung von Geflüchteten und Menschen mit Migrationserfahrung nehmen vor allem sprachliche Barrieren sowie der konstruktive Umgang damit eine besondere Rolle ein.

 

Im Rahmen der 5-Jährigen Qualifizierung- und Beratungsaktivität der Servicestelle “Bundesfreiwilligendienst – Integriert in Sachsen-Anhalt” haben wir die Erfahrung gemacht, dass sich neben Qualifizierungsangeboten in Seminarform eine individuelle pädagogische Begleitung und Reflexion für eine gelungen Einbindung von Freiwilligen insbesondere mit Fluchterfahrung oder Migrationsgeschichte empfiehlt. Durch die individuellen  Reflexionsgespräche können Freiwillige in ihren Fähigkeiten gestärkt und ihren Ziele unterstützt werden. Wie diese Gespräche gestaltet werden können, haben wir in einer Handreichung mit Arbeitsblättern zusammengestellt, die als Vorlage und zur Anregung hier zum Download bereit steht.

 

Die Beraterinnen und Berater der Servicestelle beraten und begleiten Sie auf Wunsch zu folgenden Fragestellungen:

  • Entwicklung eines Konzeptes zur pädagogischen Begleitung von Freiwilligendienstleistenden mit Fluchterfahrung oder Migrationsgeschichte
  • Entwicklung und Umsetzung eines erfolgreichen Freiwilligenmanagements;
  • Nutzungsmöglichkeiten der Bildungsangebote der Servicestelle „Freiwilligendienste – Integriert in Sachsen-Anhalt“

Sowohl Verantwortliche in den Einsatzstellen als auch die Freiwilligendienstleistenden selbst müssen in der Lage sein, auf individuelle Problemstellungen souverän und fachlich versiert, reagieren zu können. Daher stellen fachliche Inhalte zum Aufenthaltsrechts, der Asylanerkennungspraxis oder auch ein sensibler Umgang mit Traumatisierungserfahrungen mögliche Schwerpunkte der Begleitung dar.

Neben fachspezifischen Inhalten sollten jedoch folgende Grundsätze im Rahmen der pädagogischen Begleitung in den Einsatzstellen gesichert sein:

  • eine fachliche und pädagogische Betreuung durch einen Ansprechpartner sicher zu stellen, die im Falle von auftretenden Problemen und Fragen zeitnah eine adäquate Unterstützung leisten kann
  • im Rahmen der Tätigkeit die Vermittlung von fachlichen Kenntnissen und Aufgaben je nach individuellen Bedarfen zu befördern
  • die Freiwilligendienstleistenden entsprechend ihrer persönlichen Wünsche, Fähigkeiten und Entwicklungsmöglichkeiten einzusetzen
  • die Selbsterprobung im Rahmen des Freiwilligendienstes, zum Entwickeln und Ausbauen von Fähigkeiten und zur Stärkung bereits vorhandener Schlüsselqualifikationen wie bspw. Teamarbeit, Eigenverantwortlichkeit sowie strukturiertes Arbeiten zu ermöglichen
  • die Möglichkeit, eigene Ideen im Rahmen des Freiwilligendienstes in konkrete Projekte umzusetzen
  • die Einbindung und Partizipation der Freiwilligendienstleistenden an Entscheidungsprozessen zur Stärkung und Förderung eines kritischen und konstruktiven Umgangs mit unterschiedlichen Interessen und Meinungen

Nähere Erläuterungen zur pädagogischen Begleitung speziell im Bundesfreiwilligendienst für die Einsatzstellen der Zentralstelle BAFzA siehe Downloadbereich