Pädagogische Begleitung im BFD mit Flüchtlingsbezug

Pädagogische Grundsätze der Begleitung im Bundesfreiwilligendienst mit Flüchtlingsbezug unterscheiden sich in erster Linie durch einen erhöhten Betreuungs- und Begleitungsaufwand der Freiwilligendienstleistenden. Durch das Tätigkeitsfeld innerhalb der Flüchtlingshilfe nehmen vor allem sprachliche Barrieren sowie der konstruktive Umgang damit eine besondere Rolle ein.

Die Beraterinnen und Berater der Servicestelle beraten und begleiten Sie auf Wunsch zu folgenden Fragestellungen:

  • Entwicklung eines Konzeptes zur pädagogischen Begleitung im „Bundesfreiwilligendienst mit Flüchtlingsbezug“;
  • Entwicklung und Umsetzung eines erfolgreichen „interkulturellen“ Freiwilligenmanagements;
  • Nutzungsmöglichkeiten der Bildungsangebote der Servicestelle „BFD mit Flüchtlingsbezug“

 

Sowohl Verantwortliche in den Einsatzstellen als auch die Freiwilligendienstleistenden selbst müssen in der Lage sein, auf individuelle Problemstellungen souverän und fachlich versiert reagieren zu können. Daher stellen fachliche Inhalte zum Aufenthaltsrechts, der Asylanerkennungspraxis oder auch ein sensibler Umgang mit Traumatisierungserfahrungen mögliche Schwerpunkte der Begleitung dar.

Neben fachspezifischen Inhalten sollten jedoch folgende Grundsätze im Rahmen der pädagogischen Begleitung in den Einsatzstellen gesichert sein:

  • eine fachliche und pädagogische Betreuung durch einen Ansprechpartner sicher zu stellen, die im Falle von auftretenden Problemen und Fragen zeitnah eine adäquate Unterstützung leisten kann
  • im Rahmen der Tätigkeit die Vermittlung von fachlichen Kenntnissen und Aufgaben je nach individuellen Bedarfen zu befördern
  • die Freiwilligendienstleistenden entsprechend ihrer persönlichen Wünsche, Fähigkeiten und Entwicklungsmöglichkeiten einzusetzen
  • die Selbsterprobung im Rahmen des Freiwilligendienstes, zum Entwickeln und Ausbauen von Fähigkeiten und zur Stärkung bereits vorhandener Schlüsselqualifikationen wie bspw. Teamarbeit, Eigenverantwortlichkeit sowie strukturiertes Arbeiten zu ermöglichen
  • die Möglichkeit, eigene Ideen im Rahmen des Freiwilligendienstes in konkrete Projekte umzusetzen
  • die Einbindung und Partizipation der Freiwilligendienstleistenden an Entscheidungsprozessen zur Stärkung und Förderung eines kritischen und konstruktiven Umgangs mit unterschiedlichen Interessen und Meinungen

Die pädagogische Begleitung im BFD mit Flüchtlingsbezug umfasst vier Kernbausteine

Baustein Organisation durch
fachliche Anleitung Einsatzstelle
einsatzorientierte Begleitung, z.B. in Form von Seminaren oder individueller Begleitung
(die Ausgestaltung der „einsatzorientierten Begleitung“ muss schriftlich erläutert werden und dem BAFzA spätestens drei Wochen nach Dienstbeginn des/der Bundesfreiwilligen vorliegen
Einsatzstelle oder Bildungsträger
verpflichtendes Reflexionsseminar BAFzA
ggf ein Deutschkurs für Flüchtlinge zu Dienstbeginn und vor dem Einsatz in der Einsatzstelle durch BAFzA oder Einsatzstelle

Nähere Erläuterungen zur pädagogischen Begleitung im Sonderprogramm „Bundesfreiwilligendienst mit Flüchtlingsbezug“ für die Einsatzstellen der Zentralstelle BAFzA siehe hier